container love


von und mit Katrin Bretschneider, Christoph Glaubacker und Noah Holtwiesche

Premiere 16. September 20.00 Uhr in der Stauerei, Cuxhavener Straße 7, Überseestadt Bremen
Weitere Vorstellungen: 18., 19,. 24. , 25., 26. September und 28., 29., 30., 31. Oktober (jeweils 20.00)

Tickets: Schwankhalle
0049-(0)-421-700 141

Ein Abend über den Container und die poetischen Dimensionen der Globalisierung
Irgendwo auf der Welt – vielleicht in Shanghai oder Long Island, vielleicht auch in Bremen – öffnet sich in diesem Moment eine Flügeltür aus Stahlblech und ein niemals endender Strom von Waren ergießt sich: 29.000 Gummi-Enten aus Guangdong oder 12.384 Paar Schuhe von den Philippinen oder 19.000 Liter Dosenbier. In Containern fließen riesige Warenströme über den Erdball und erreichen so noch den hintersten Winkel der Welt.
In “Container Love” versuchen sich daher die drei Performer an einer Würdigung des Containers – als einer Weltwirtschafts-Wunderkiste, als Vehikel der weltumspannenden Warenlogistik und Globalisierung, als einer Blechkiste, die ihr Geheimnis nicht preisgeben will. So ist der Abend zugleich Galaveranstaltung, Produktpräsentation und Beschwörung – die Performer versuchen damit, dem Container auf die Schliche zu kommen, seine Relevanz für unser heutiges Leben zu ergründen.
Was sachlich und seriös beginnt, entfaltet sich im Laufe des Abends als ein Spiel mit der Einbildungskraft, mit den Sehnsüchten und Wünschen der Menschen, die nicht außerhalb der komplexen globalen Zusammenhänge stehen können. Von den Wellen der Weltmeere fortgetragen, finden die Performer doch immer wieder zurück zu ihrem Spielort, der alten Stauerei im ehemaligen Überseehafen-Gebiet. Dieser Ort wurde wie kaum ein anderer durch den Container und seinem Siegeszug im Welthandel geprägt: Erst durch die Dominanz des Containers entstand dort, wo früher Stauerei-Geschirr und Stückgut gelagert wurden, der Freiraum für ein Theater, für einen Ort, an dem die Wirkung des Containers auf unser Leben künstlerisch ausgelotet werden kann.
“Container Love” ist eine Recherche mit den Mitteln des Theaters zu unserem Verhältnis zur globalisierten Welt und der weltumspannenden Warenlogistik. Ein Abend für alle Liebenden, für die, die unter Fernweh leiden, für Logistiker, Kapitäne und Konsumenten, für alle, die sich fragen, woher die Gummiente in ihrer Badewanne kommt.

Katrin Bretschneider und Noah Holtwiesche lernten sich am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften der Universität Gießen kennen und arbeiten seit 2006 zusammen. In Bremen zeigten sie: anlage k. eine nacht im finanzamt (in Koproduktion mit steptext dance project, 2006) und smells like teen spirit (in Kopdroduktion mit der bremer shakespeare company, 2008). In der Produktion Container Love arbeiten sie gemeinsam mit dem Berliner Schauspieler Christoph Glaubacker.
Container Love wird gefördert durch den Bremer Senator für Kultur und den Fonds Darstellende Künste e.V.

Kritik im Weser-Kurier gibt es hier.


Photos von Marianne Menke

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